Zoom Meetings Hybrid
Überblick
Zoom Meetings Hybrid ist eine lokale, hybride Lösung, die die Audio-, Video- und Bildschirmfreigabe-Streams eines Meetings oder Webinars innerhalb eines Firmennetzwerks neu verteilt und so Bandbreite spart. Zoom Meetings Hybrid kann dies in zwei unterschiedlichen Modi tun: Hybrid-Modus als Privatmodus, wobei beide Modi lokale Ausfallsicherheit bieten.
Hybrid-Modus
Der Hybridmodus reduziert den Bandbreitenverbrauch, indem Medienstreams innerhalb eines Netzwerks konsolidiert und neu verteilt werden
Hybrid-Modus ist eine bandbreitenoptimierte Nutzung des Meetings Hybrid-Services, bei der netzinterne Benutzer eine Verbindung zu einem vermittelnden, lokal installierten Gerät (z. B. dem Zoom Node) herstellen, das eingehende und ausgehende Medienströme unabhängig empfangen, multiplexen und zwischen Benutzern und der Zoom Cloud umverteilen kann.
Beispielsweise muss bei einem standardmäßigen cloudbasierten Zoom-Meeting (d. h. einem Meeting ohne Meetings Hybrid oder Zoom Node) jeder Benutzer unabhängig eine Verbindung zur Zoom Cloud herstellen. Das bedeutet, dass wenn 100 netzinterne Benutzer am selben Meeting teilnehmen, jeder Benutzer eine unabhängige Audio-, Video- und/oder Bildschirmfreigabeverbindung mit der Zoom Cloud herstellen muss, was beträchtliche Bandbreite und etwa 300 separate ausgehende Verbindungen erfordert.
Mit Zoom Meetings Hybrid im Hybrid-Modus fungiert das Modul als vermittelnder Verbindungspunkt zwischen netzinternen Benutzern und der Zoom Cloud. Für jedes aktive Meeting sendet und empfängt das Meetings Hybrid-Modul einen einzigen Medienstrom zur und von der Zoom Cloud für jeden Kanal – Audio, Video und Bildschirmfreigabe. Mit diesem Design ausgehend Daten werden von allen verbundenen Benutzern im Netzwerk multiplexed und konsolidiert, während eingehend Daten lokal innerhalb des Netzwerks an alle verbundenen Benutzer umverteilt werden. Das bedeutet, dass wenn 100 netzinterne Benutzer am selben Meeting teilnehmen, jeder Benutzer eine Verbindung zum netzinternen Meetings Hybrid-Modul herstellt, das eingehende Medien an verbundene Benutzer umverteilt, wodurch die Anzahl externer Medienverbindungen hypothetisch von 300 auf 3 reduziert wird.
Das folgende Bild bietet einen Überblick über diese Funktion, bei der Benutzer in den Hauptsitz als Niederlassung Standorten eine Verbindung mit dem Zoom Meetings Hybrid-Modul herstellen, das mit dem cloudbasierten Multimedia-Router (MMR) interagiert, der das Meeting im Namen aller Teilnehmer hostet. Diese Einrichtung minimiert externe Cloud-Medienverbindungen, was zu reduziertem externen Bandbreitenverbrauch und erhöhter Sicherheit für die Organisation führt.

Privatmodus
Der Privatmodus bietet Kunden Datenschutz vor Ort, außerhalb der Cloud
Privatmodus ist eine auf Privatsphäre und Compliance ausgerichtete Nutzung des Meetings Hybrid-Services. Im Gegensatz zum Hybrid-Modus, der Benutzern erlaubt, sich mit Meetings in der Zoom Cloud zu verbinden, erlaubt der Privatmodus Benutzern, Meetings lokal und vor Ort zu hosten, ohne Medien an die Zoom Cloud zu senden.
Hinweis
Obwohl der Privatmodus typischerweise keinen Zugriff auf die Zoom Cloud zulässt, können Kunden den Zugriff auf die Zoom Cloud für Private-Mode-Meetings aktivieren, wenn dies für Funktionen wie Transkription, Übersetzung oder andere cloudbasierte Funktionen gewünscht ist.
Wenn für ein Meeting während des Planungsprozesses der Privatmodus ausgewählt wird, verbinden sich Benutzer nicht für das Meeting mit der Zoom Cloud. Stattdessen interne Benutzer stellen über das lokale Netzwerk eine Verbindung zu einem Meetings Hybrid-Modul her, indem sie dessen private und interne IP verwenden, während externe Benutzer eine Verbindung zum Modul über dessen öffentliche IP herstellen.
Dies kann Kunden ermöglichen, private, vertrauliche Meetings vor Ort mit dem Meetings Hybrid-Service zu hosten und so erhöhte Sicherheit für sensible Besprechungen sowie die Einhaltung von Compliance- oder Datenschutzanforderungen zu gewährleisten.
Das folgende Bild bietet einen Überblick über diese Funktion, bei der alle Benutzer, interne, Niederlassungs- und externe verbinden sich direkt mit dem Meetings Hybrid-Modul und umgehen die Medienweiterleitung zur Zoom Cloud.

Hinweis
Benutzer werden über die Backend-Services der Zoom Cloud zum Meetings Hybrid-Modul geleitet, aber dieser Prozess beinhaltet keine Medienweiterleitung. Das Meetings Hybrid-Modul muss eine fortlaufende Signalisierungs- (nicht-mediale) Verbindung mit der Zoom Cloud für Konnektivitätszwecke aufrechterhalten.
Lokale Survivability
Lokale Ausfallsicherheit hält Meetings am Laufen, wenn die Zoom-Rechenzentren nicht erreichbar sind
Zoom Meeting Survivability (ZMS) ist eine integrierte Funktion, die mit dem Meetings Hybrid-Service bereitgestellt wird und Unternehmen im Falle einer Internet- oder Dienstausfallunterbrechung, bei der die Rechenzentren von Zoom nicht erreichbar sind, eingeschränkte lokale Zoom-Meetings-Funktionalität bietet. Mit ZMS können Benutzer weiterhin Zoom-Meetings mit vertrauten Abläufen beitreten, wobei eine Offline-Überlebensfähigkeit von bis zu 30 Tagen am Stück unterstützt wird.
Während eines Überlebensereignisses kann die ZMS-Komponente Meetings innerhalb des lokalen Netzwerks in mehreren Funktionen aufrechterhalten.
Wenn die Zoom-Cloud von Ihrem Netzwerk aus nicht zugänglich ist, können Benutzer im Netzwerk lokale (also nicht cloudbasierte) Meetings mithilfe der Meetings Hybrid-Infrastruktur hosten. Wenn Benutzer an verschiedenen Standorten über ein Weitverkehrs- oder Campusnetzwerk Zugriff auf die Zoom-Node-Maschine haben, können sie sich auch dem lokal gehosteten Meeting anschließen, wodurch die Kommunikation fortlaufend gewährleistet wird. Das folgende Bild zeigt ein Beispiel für dieses Szenario.\

Diagramm, das lokale Ausfallsicherheit zeigt Wenn Benutzer innerhalb eines gemeinsamen Netzwerks vorübergehend Wenn die Verbindung zu einem cloudbasierten Meeting unterbrochen wird, erstellt das ZMS-Modul eine lokale Version des Meetings, und alle Benutzer im Netzwerk wechseln automatisch zur lokalen Version des Meetings. Wenn die Verbindung wiederhergestellt wird, während das cloudbasierte Meeting noch läuft, treten die Benutzer automatisch wieder dem Meeting in der Cloud bei. Das folgende Bild zeigt ein Beispiel für dieses Szenario.\

Diagramm, das lokale Ausfallsicherheit zeigt Konten können bestimmte Meeting-IDs für Ausfallszenarien verwalten und festlegen. Zum Beispiel eine dedizierte Meeting-ID, der Unternehmensleiter im Notfall beitreten können.\
Benutzer können Ad-hoc-Offline-Meetings erstellen, die Zusammenarbeit ermöglichen, selbst wenn die Cloud nicht verfügbar ist.\
Meetings können für Ausfallsicherheit gekennzeichnet werden, um sicherzustellen, dass sie unabhängig von den Netzwerkbedingungen verfügbar sind, sofern sich die Benutzer im selben Netzwerk befinden und mit den erforderlichen Geräten kommunizieren können.
Für weitere Informationen zu Überlebensszenarien sprechen Sie mit Ihrem Zoom-Kontoteam.
Zusätzliche Funktionen
Weitere Funktionen von Zoom Meetings Hybrid umfassen:
Cloud-Funktionen bleiben verfügbar: Hybride Meetings behalten weiterhin Zugriff auf Zoom Cloud-Funktionen wie Whiteboard, Cloud-Aufzeichnung, KI-Tools.\
Unterstützung für bis zu 400 Benutzer gleichzeitig: Zoom Meetings Hybrid-Module können auf einem einzelnen Node-Gerät gleichzeitig bis zu 400 Benutzer unterstützen.\
Kaskadierende Hybrid-Meetings: Mehrere Zoom Meetings Hybrid-Module können über ein Netzwerk miteinander verbunden werden, um zusätzliche Benutzer für größere Meetings zu unterstützen. Mit mehreren Modulen ist 400 Benutzer nicht länger das Limit.\
Gastbeitritt: Wenn ein privates Meeting gehostet wird, können Hosts externe Gäste (d. h. Mitglieder eines anderen Zoom-Kontos) angeben, die dem Meeting beitreten können.\
Anschlagbrett für den Überlebensmodus: Wenn der Überlebensmodus aktiviert ist, können Kontoadministratoren Nachrichten an Benutzer innerhalb der Zoom Workplace-App senden und so Updates und Anweisungen senden, bis die Situation gelöst ist.
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